Gestaltungswettbewerb für die Campus-Kita Lemgo

Wie sehen Räume aus, die zum Spielen, Lernen und Wohlfühlen einladen? Studierende der Innenarchitektur an der TH OWL haben beeindruckende Konzepte für Räume und Licht der neuen Campus-Kita entwickelt.

„Form follows function“, die Form folgt der Funktion, dieser Design-Leitsatz gilt im Besonderen für die Gestaltung von Räumen für Kinder. Sie sollen eine Wohlfühlatmosphäre schaffen und gleichzeitig alle Sinne anregen. Rund 170 Studierende der TH OWL haben in den vergangenen Monaten beeindruckende Innenraum- und Lichtkonzepte für die neue Campus-Kita entwickelt. Die sechs besten Projekte sind in einer digitalen Preisverleihung ausgezeichnet worden.

„Die Konzepte schaffen Spiel- und Lernräume, die zum Spielen, Toben und Ausprobieren anregen und das Wachsen der Kinder im Blick haben, das ist unser Wunsch gewesen und das haben die Studierenden wunderbar umgesetzt.“ Sabine Menzel von der Stiftung Eben-Ezer und Jury-Mitglied ist begeistert von der Vielfalt und Tiefe der Entwürfe zu Innenraumgestaltung und Licht der neuen Kita am Campus.

Unter der fachlichen Leitung von Professorin Uta Pottgießer sind 13 Innenraumkonzepte entstanden. Das Ziel der Studierenden war es, ein Design auf Augenhöhe zu schaffen und auf die Größe der Kinder in unterschiedlichen Altersstufen einzugehen.

In der Kategorie Innenraumgestaltung teilen sich Laura Müller mit ihrem Konzept „Lichtblick“ und Gabriela Hanna mit ihrem Konzept „Entdeckernasen“ den ersten Platz. Mit dem dritten Platz wurde Nathalie Eden mit ihrem Konzept „Durchblicker“ ausgezeichnet. Das Konzept „Lichtblick“ hat die Jury durch den vielfältigen Einsatz von Licht in kleinen mobilen Leuchtbällen und als Gestaltungselement überzeugt. Im Konzept „Entdeckernasen“ ermuntern Glaswände und Gucklöcher die Kinder zum eigenständigen Entdecken ihrer Umwelt.

Unter der Projektleitung von Professorin Mary-Anne Kyriakou durften die 10 besten Lichtkonzepte präsentiert werden. Diese spielen sowohl mit dem natürlichen Lichteinfall als auch mit Lichtquellen in den Räumen. Den ersten Platz in dieser Kategorie haben Marie Brackmann, Pia Reckers und Julianne Wittrahm mit ihrem „Kitaversum“ gemacht. Planeten und spielerische Markierungen auf dem Boden führen die Kinder zu ihren Spielgruppen, die durch einen individuellen Planeten gekennzeichnet sind. Im Eingangsbereich befindet sich ein großer interaktiver Bildschirm, der Informationen zu den Planeten und unserem Sonnensystem liefert. Die Tageslichtintegration wird durch eine neue Dachform im Mittelflur optimiert. Die dimmbare künstliche Beleuchtung in den Spielgruppen sorgt für eine warme Atmosphäre. Den zweiten Platz in dieser Kategorie haben Lea-Malin Bahr, Thomas Eikenkötter und Marisa Rolf gemacht. Ihr Konzept trägt den Titel „Wir sind Kinder einer Welt“. An der Südwestseite der Kita planen die Studierenden einen Wintergarten zum Entdecken und Lernen. Die Gruppenräume sind mit haptischen Wänden und einer Beleuchtung ausgestattet, die von den Kindern gesteuert werden kann. Die Farbgestaltung ist ausgewogen und harmonisch. Den dritten Platz teilen sich Helena Volz und Linda Bechen. In ihrer Arbeit "Natur erleben" lehnen Volz und Bechen ihr Konzept an die Pädagogik von Montessori an. Der Fokus auf Nachhaltigkeit und haptischem Lernen zeigt sich in der Auswahl lokaler und natürlicher Materialien und einer warmen, erdigen Farbpalette. Die Beleuchtung ist in die kindgerechten Nischen integriert und der Lichtplan und dessen Steuerung sind durchdacht geplant worden.

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Bildnachweis & Quelle: TH OWL