Innovationsreise führt auf den Innovation Campus Lemgo

Am Innovation Campus Lemgo kommt man nicht vorbei. Delegation aus Schwerin besichtigt Innovationsökosysteme in der Vorzeigeregion OWL.

Open Innovation City Bielefeld (OICB) ist ein Projekt, in dem das Prinzip der Open Innovation erstmals auf eine Stadt angewendet wird. Es soll ermöglichen, dass zukunftsrelevante Themen gemeinsam in Netzwerken aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und weiteren gesellschaftlichen Gruppierungen in Themennetzwerken bearbeitet werden können. Bielefeld baut im Rahmen des Projekts (inter-)nationale Innovationspartnerschaften auf, durch die die Stadt ihr Innovationspotenzial dauerhaft steigert. Vor diesem Hintergrund und im beidseitigen Interesse sind die beiden Geschäftsstellen von OICB und Innovation Campus Lemgo e. V. (ICL e. V.) bereits gut miteinander vernetzt. Beiden Seiten war früh klar, dass die wirtschaftliche Vorzeigeregion OWL noch erfolgreicher werden kann, wenn die Player voneinander profitieren.

Wie der ICL e. V., verfolgt auch OICB den überregionalen Vernetzungsgedanken. OICB steht mit der Region Schwerin und der hiesigen IHK im Austausch, denn im September ertönte dort der Startschuss zum Aufbau eines neuen Innovationsclusters, des Open Factory Campus. OWL bietet mehrere Innovationsökosysteme, die der Entwicklung in Schwerin als Blaupause dienen können. Daher fand am 19. August eine Innovationsreise der OFC-Delegation aus Schwerin, (siehe Bildunterschrift) bestehend aus Unternehmen, der IHK-Schwerin und der Wirtschafts- und Gründerförderung rund um das Thema Industrie 4.0. in die Innovationsregion OWL statt. Schnell war den Organisatoren klar, dass für die Delegation mit Prof. Dr. Ingo Ballschmieter, Wissenschaftlicher Leiter OICB, und Henning Duderstadt, Leiter des OICB Office, kein Weg am OWL-Innovationsökosystem Innovation Campus Lemgo vorbeiführt.

Jörg Rodehutskors, Geschäftsleitung des ICL e. V., begrüßte die Gäste im Centrum Industrial IT (CIIT) auf dem ICL. Rodehutskors brachte den Gästen zunächst den ICL im Hinblick auf die räumliche Einbettung, die Entwicklung des Masterplans, die mit der Campusentwicklung verfolgten Ziele für die Region sowie die ausschlaggebenden Erfolgsfaktoren des Quartiers zur Erreichung der Ziele näher: „Grundlage ist der Masterplan für die Campusentwicklung, der im öffentlichen Beteiligungsprozess entwickelt wurde. Die Rückendeckung von Gesellschaft, Verwaltung und Politik trägt im Wesentlichen dazu bei, dass die Umsetzung des Masterplans erfolgreich voranschreitet“, so Rodehutskors. „Um die mit der Campusentwicklung verbundenen Ziele bis 2025 zu erreichen sind aber noch mehr ausschlaggebende Erfolgsfaktoren des ICLs zu berücksichtigen“, fährt Rodehutskors fort. So müsse man auch die fachliche Profilierung des ICLs, die Forschungsexpertise, das Angebot und das Netzwerk entlang der Innovationskette Bildung – Forschung – Wirtschaft sowie Gründen am ICL und darüber hinaus die Schaffung einer inspirierenden Infrastruktur am ICL berücksichtigen. „All diese Erfolgsfaktoren im Einklang mit den Menschen, die sich im kreativen Umfeld begegnen, formen das Innovationsökosystem ICL“, begeistert Rodehutskors die Teilnehmenden.

Danach bekamen die Teilnehmenden einen Einblick in die fachliche Profilierung „Automation“ des ICL. Anja Moldehn, Geschäftsleitung des Centrum Industrial IT e. V. (CIIT e. V.) auf dem ICL, stellte hierzu den CIIT e. V. vor.  „Industrie 4.0 bedarf gemeinsames innovativ sein. Der CIIT e. V. bringt Unternehmen und Forschungsinstitute zusammen und stellt dadurch die Vernetzung zwischen Ideen und Kompetenzen her“, so Moldehn. Sie macht klar: „Unter einem Dach wird Vertrauen gelebt und ermöglicht damit das vorwettbewerbliche Schaffen von Innovationen.“ Anschließend stellte Prof. Dr. Henning Trsek, Vorstandsmitglied im Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Technischen Hochschule OWL (TH OWL), das InIT mit Sitz auf dem ICL vor und gab einen kurzen Überblick über die Projekte des Instituts. „Das inIT ist eine der führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der intelligenten Automation. Es verbindet die vielfältigen Kompetenzen der TH OWL, die Kompetenzen des Fraunhofer Instituts sowie die Ressourcen wie die SmartFactoryOWL mit Unternehmen in OWL. Das inIT ist daher eines der prägenden Forschungsinstitute im Spitzencluster „it´s OWL – Intelligente Technische Systeme OstWestfalen-Lippe“, so Prof. Dr. Trsek.

Fasziniert vom OWL-Leuchtturm ICL, gingen die Teilnehmenden im Anschluss „rüber“ in die SmartFactoryOWL, um in einer LabTour die Technologien der Digitalisierung und dazu passende zukünftige Geschäftsmodelle an den Demonstratoren zu entdecken. Beim abschließenden gemeinsamen Mittagessen im Ciitrus war noch Zeit für den persönlichen Austausch, bei dem offene Fragen geklärt wurden und sich vernetzt werden konnte. Der ICL hat neue Beziehungen in die Region Schwerin aufgebaut und wird diese ggf. in verschiedenen Formen der Zusammenarbeit vertiefen und wer weiß, vielleicht begrüßt der ICL demnächst ein neues Unternehmen als Partner auf dem Campus, welches aus dieser oder vergleichbaren Vernetzungsformaten hervorgegangen ist.

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Bildquelle: Lena Kuhmann (OICB)